|
|
Dach Messe / Dachziegelwerke Nelskamp GmbH
|
Vorstellung
 Die Dachziegelwerke Nelskamp GmbH mit Stammsitz in Schermbeck (NRW) sind in Deutschland einer der größten Hersteller kleinformatiger, harter Dacheindeckungsmaterialien aus Ton und Beton. Neuester Stand der Technik, ausgeprägtes Qualitätsdenken und persönlicher Draht zu Handwerk und Handel bestimmen die Philosophie des Familienbetriebes seit seiner Gründung 1926.
Seit 1953 produziert das Unternehmen mit der „Finkenberger Pfanne“, dem ersten Dachstein, die Dachbaustoff-Variante aus Beton. Mit der Oberfläche „Longlife“ entwickelte das Unternehmen das (derzeit modernste) Dachstein-Produkt im Hinblick auf dauerhaft saubere Oberflächen und Farbbeständigkeit. „ClimaLife“ setzt diese Entwicklung fort – erweitert um den aktiven Abbau von Schadstoffen aus der Luft.
|
|
|
Solarkollektoren in Pfannenform
- Produktname: Solardachpfannen
Hocheffizient Solarenergie nutzen, ohne die Dacharchitektur zu stören: Die neuen Solar-Kollektoren sind der Form eines Dachsteines angepasst und fügen sich so harmonisch in die Optik des Gebäudes ein. „Pfannen und Kollektoren werden fertig montiert an die Baustelle geliefert – damit ist die Verlegung kaum aufwändiger als bisher“, betont Oliver Kortendieck, Anwendungstechniker bei Nelskamp. Die Kombination aus Wärmetauscher und Wärmepumpe stellt die Energieversorgung sicher – bis zu 95 Prozent des Wärmebedarfs werden gedeckt.
Die neuen Solar-Kollektoren aus eloxiertem Aluminium fügen sich harmonisch in die Flächenstruktur ein. Kortendieck: „Damit wird das klassische Bild eines gedeckten Daches nicht mehr gestört.“
Die Absorber erreichen wegen ihrer matten Oberfläche einen besonders hohen Wirkungsgrad – der Anteil reflektierter Sonnenstrahlen ist minimal. Über die Wärmetauscher-Technik gewinnt die Anlage sogar Wärme, wenn die Sonne nicht scheint: Die System-Wärme-/Kühlflüssigkeit fließt dann mit einem Temperaturunterschied von sechs bis zehn Kelvin durch die Kollektoren und nimmt über den natürlichen Prozess der Wärme-Egalisation Energie auf. „Im Sommer lässt sich diese Funktion auch umkehren – dann arbeitet die Wärmepumpe als Kühlsystem“, stellt Klaus Schmitt vom Systempartner sdp aus Dinslaken fest. Die solar gewonnene Energie übersteigt die für den Betrieb der Wärmepumpe erforderliche Strommenge dabei um ein Vielfaches.
Das System wird von Nelskamp zunächst für das Modell Finkenberger Pfanne eingeführt.
Bildrechte: Dachziegelwerke Nelskamp, Schermbeck
|
Merker für diese Meldung - ansehen und bearbeiten - gemerkt als / für:
|
Nelskamp macht Dampf
- Produktname: gedämpfte Ziegel
Die Dachziegelwerke Nelskamp ergänzen ihr Produktprogramm um „blaugrau-gedämpft“. Alle gängigen kleinformatigen Ton-Dachziegel werden mit dieser schieferähnlichen Farbnuance angeboten. Damit kommt das Unternehmen dem besonderen Bedarf vor allem in der Altbausanierung entgegen: „Viele denkmalgeschützte Bauten brauchen natürliche, matte Dachbaustoffe, die farblich nicht völlig homogen sind“, erläutert Korni Ufermann, Marketingleiter bei Nelskamp. Wie naturrote Ton-Dachziegel erhalten die gedämpften Pfannen leichte Farbvariationen innerhalb des Grau-Blau-Spektrums und lassen die Dachflächen dadurch besonders lebendig erscheinen.
Das „Dämpfen“, auch Blaubrand, Blauschmauchen bzw. Silber- oder Schwarzdämpfen genannt, ist eine heute selten gewordene Brand-Technik. Hier durchlaufen die Ziegel einen zweiten Durchgang, sie werden „reduziert“, also mit geringem Sauerstoff-Anteil in der Luft gebrannt. Die Frischluftzufuhr ist dabei unterbrochen. Früher wurde für diesen Prozess frisches Laub verdampft (daher: „Dämpfen“). Heute erzeugen spezielle Brennstoffe in der Kammer die besondere Optik: Das Eisenoxid im Ton reagiert zu Eisenoxidul, das den Scherben – schieferähnlich – blaugrau färbt.
Die gedämpfte Farbvariante gibt es für Flachdachziegel (F 15), Rheinlandziegel (R 15), Doppelmuldenfalzziegel (D 15 Ü), Hohlfalzziegel (H 14) und klassische Hohlziegel.
Extras:
- Zur Tondachziegel-Übersicht von Nelskamp >>>
Bildrechte: Dachziegelwerke Nelskamp, Schermbeck
|
Merker für diese Meldung - ansehen und bearbeiten - gemerkt als / für:
|
Neue Dachsteine zersetzen Stickoxide, Ozon und Co.
Giftiges Stickoxid wird zu ungefährlichem Nitrat, umgewandelt durch das Tageslicht und ohne Nebenwirkungen. Dieser chemische Prozess braucht nur einen Auslöser, einen Katalysator. Was schon lange vom „Kat“ beim Auto bekannt ist, gibt es jetzt auch für das Dach: In die Oberfläche des Betondachsteins „ClimaLife“ ist Titandioxid integriert. Schadstoffe aus der Luft werden zersetzt und vom Regen abgewaschen. „Ein so eingedecktes Einfamilienhaus beseitigt etwa die Menge Schadstoffe, die ein Kleinwagen pro Jahr emittiert“, stellt Oliver Kortendieck, Anwendungstechniker der Dachziegelwerke Nelskamp, fest.
Bei der aktuellen Diskussion um den Klimaschutz dominiert die Frage, wie CO2-Emissionen begrenzt werden können. Andere Aspekte gerieten dabei etwas aus den Schlagzeilen – zum Beispiel der Smog, vor allem in den Städten. Die Gefahr durch Schadstoffe wie Stickoxid oder Ruß besteht aber weiterhin. Eine Studie aus Nordrhein-Westfalen kommt zu dem eindeutigen Schluss, dass sich jede Verringerung des Stickoxid-Anteils in der Luft positiv auf die Gesundheit der Menschen auswirkt. Schon jedes sechste schulpflichtige Kind leidet in Deutschland an Asthma oder Bronchitis.
Und jeder Bauherr, der sein Dach neu eindeckt, kann etwas dagegen tun. Umwelt-aktive Dächer gibt es bereits in Bremen, Barsinghausen, Duisburg, Essen, Braunschweig, Münster, Darmstadt – die Nachfrage ist groß. Kortendieck: “Um die Abgase eines Euro-4-Autos mit einer jährlichen Fahrleistung von 17.000 Kilometern rechnerisch auszugleichen, reichen schon rund 200 Quadratmeter des umwelt-aktiven Dachsteins.“
Deutschland atmet auf
Das Dach benötigt keine zusätzliche Pflege und weil ein Katalysator den Umwandlungs-Prozess nur auslöst, aber selbst unverändert bleibt, funktioniert die Luftreinigung ein Dachleben lang. Für den Dachdecker bleibt auch alles beim alten: Die neuen Dachsteine werden genauso wie konventionelle Alternativen verlegt.
Umweltschutz ist hier also einfach – und nicht teurer als hochwertige Dachbaustoffe ohne luftreinigenden Effekt. Daher haben schon kurz nach der Markteinführung im vergangenen Jahr private Bauherren und große Wohnungsgesellschaften den neuen Dachstein angenommen. Das Potenzial ist auch riesengroß: Pro Jahr werden 30 Millionen Quadratmeter Dachfläche neu eingedeckt. „Würde nur die Hälfte davon umwelt-aktiv, könnte unsere Luft spürbar sauberer werden“, so Kortendieck.
Extras:
- Zur Betondachstein-Übersicht von Nelskamp >>>
Bildrechte: Dachziegelwerke Nelskamp, Schermbeck
|
Merker für diese Meldung - ansehen und bearbeiten - gemerkt als / für:
|
Firste mit Aluminium und Kupfer
Es gibt nur wenige kritische Zonen an einem normalen Dach. Doch Randbereiche und Übergänge erfordern immer erhöhte Aufmerksamkeit und großes handwerkliches Geschick. Gauben und Traufen gehören dazu, aber auch First und Grat. Um hier die fachgerechte Ausführung zu erleichtern, gibt es vorgefertigte Bauteile. Ein Beispiel: „Flexible Entlüftungsbänder aus Metall schützen eine trocken ausgeführte Firstlinie vor Regen und sichern gleichzeitig die Entlüftung der Dachkonstruktion“, erläutert DDM Oliver Kortendieck, Anwendungstechniker von Nelskamp.
Firste und Grate werden in der Regel mit First-Formziegeln gedeckt. Werden sie trocken verlegt, sind zusätzliche Maßnahmen vorzusehen, die das Eindringen von Feuchtigkeit verhindern. Dieses erfolgt mit Entlüftungsbändern (z. B. AluRoll 2000 oder KupferRoll 2000) direkt unter den First-Formziegeln – je nach Unterdeckungsbedarf 290 mm, 330 mm oder 360 mm breit. Dazu werden die Entlüftungsbänder direkt auf der Firstlatte ausgerollt und befestigt. Eine Punkt-Markierung auf der Bandmitte erleichtert die fluchtgerechte Verlegung und die Befestigung in gleichmäßigen Abständen. „Für die Ausführung aus Kupfer empfehlen wir verkupferte Krampen oder Kupfernägel“, betont Kortendieck. Anschließend wird die Plissierung der Bänder an die Dachsteine oder Tondachziegel angeformt – zuerst an der Krempe, dann am Wasserlauf. Der Klebestreifen aus Butylkautschuk übernimmt die dauerplastische sowie alterungs- und witterungsbeständige Verbindung zu den Dachbaustoffen. Anschließend werden die Firstziegel oder -steine mit Klammern, Schrauben oder Nägeln an der Unterkonstruktion befestigt.
Frischluft rein – Wasser raus
Entlüftungsbänder wie KupferRoll 2000 und AluRoll 2000 sind besonders witterungsresistent und formbeständig. Sie enthalten keine Kunststoffe oder textilähnlichen Materialien, die sich durch Witterungseinflüsse, insbesondere UV-Licht, zersetzen könnten. Die Lüftungsöffnungen sind als Kragenform ausgearbeitet, so dass sie sich nicht zusetzen können und die vollständige, dauerhafte Lüftung nach DIN 4108/3 gewährleisten.
Denn für die Lüftung unterhalb der Eindeckung mit Dachsteinen oder Dachziegeln werden – ergänzend zur Hinterlüftung durch die Konterlattung – Zu- und Abluftöffnungen im First- und Traufbereich gefordert und in der Praxis eingesetzt. Am First müssen die freien Lüftungsquerschnitte 0,5 Promille der dazugehörigen Dachfläche betragen. Flächenlüfter-Pfannen oder -Ziegel wirken unterstützend. Die kragenförmigen Öffnungen verhindern zudem das Eindringen von Kriechwasser.
Passend zur Eindeckung
KupferRoll 2000 wird naturfarbig geliefert. Später nimmt das Material den braunen Kupferfarbton an, der nach längeren Witterungseinflüssen von der typischen Patina überdeckt wird. In den sichtbaren (und damit der Witterung ausgesetzten) Randbereichen wirkt das Entlüftungsband aus Kupfer dem Ansatz von Moosen und Flechten auf der Dachfläche entgegen. Für die Kombination mit Zinkelementen eignet sich das Aluminium-Entlüftungsband besser. Mit den Farbnuancen Anthrazit und Rot werden die klassischen Dachfarben abgedeckt. Die hochwertige 2-Schicht-Einbrennlackierung ist UV-stabilisiert, witterungsbeständig und entspricht den Qualitätsanforderungen an Dach-Bauelemente.
Extras:
- Das Zubehörprogramm von Nelskamp >>>
|
Merker für diese Meldung - ansehen und bearbeiten - gemerkt als / für:
|
|
|
|
|
|